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angela aux

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Angela Aux reduziert sich auf seiner neuen Platte „Wrap Your Troubles In Dreams“ auf die Essenz des Folk-Sounds der 70er und schafft ein nachdenkliches, dichtes Stück textorientierter Musik.

Angela Aux ist ein Künstler der Gegensätze, ein Künstler des Spiels mit der Identität, ein Shape-Shifter. Er balanciert zwischen Wu-Tang-Shirt und Mädchen-Perücke, zwischen Haiku und Dostojewski. Ein Kopf der zu viel fassen kann um nur eine grade Linie zu verfolgen – und Angela Aux ist ein Songwriter der den Namen noch verdient, ein Textmensch, ein übervolles Notizbuch, ein Dichter der alten Schule, aufsaugend und ausspuckend, zu sensibel für all den Scheiß da draußen, zu energiegeladen um sich ihm nicht zu stellen.

„Wrap Your Troubles In Dreams“ heißt die nun dritte Platte des Münchners: Ein bewusst reduziertes, in sich unheimlich stimmiges Folk-Album voll kleiner unvergesslicher Melodien und präziser Aphorismen. „Es ist eine sehr innerliche Platte“, sagt Angela Aux. „Die Texte sollen Menschen zum Denken anregen. Es ist etwas zwischen Erich Kästner und Allen Ginsberg, es geht um Identität, darum, dass man immer etwas Anderes sein will als man ist.“

Virtuos wechselt Angela Aux in seinen Songs die Erzählperspektiven, stellt sich vor Spiegel, kriecht in die Träume, Ängste und Seelenzustände westlicher Gegenwarts-Menschen. So besingt Angela Aux im „Big City Blues“ den Großstadt-Existenzialismus, in „Help Me Out“ wünscht er sich in Tagträume und Schatten um der eigenen Identität ein kleines Stück näher zu kommen während der „Fucked Up Blues“ am Neurotizismus unserer Wohlstandsgesellschaft kratzt. So entsteht ein dichtes Netz aus pointierten, gleichwohl poetischen wie scharfzüngigen Kommentaren zum doch irgendwie verkorksten Zeitgeist.

Die Musik auf „Wrap Your Troubles In Dreams“ lässt den Texten Platz ihre langsame Wirkung zu entfalten. Gitarre, Gesang, Klavier, Streicher, hier und da umspielt von ein wenig elektronischer Feinheit und Field-Recordings. Kein Schnick-Schnack, kein Bombast, dafür Platz zum Atmen, Denken, Atmen. Aufgenommen wurde die Platte auf die warmherzige Bandmaschine von Nico Sierig (Joasinho, Instrument), der einen Sound gebastelt hat der an die ikonischen Alben von Elliot Smith oder Nick Drake denken lässt, ein Sound der seine Zeit braucht, dann aber umso kräftiger durch Adern und Gehirnwindungen schwingt und noch lange nachhallt.
 

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Fotos © Sophie Wanninger:

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