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Dreiviertelblut

Releases

“Finsterlieder” | CD & Vinyl LP | VÖ 07.10.2016

“Lieder vom Unterholz” | CD & Vinyl LP| VÖ 11.10.2013

Die Band

Die ersten „Lieder vom Unterholz (“as erschde moi”, “woana” und “Nacht is woan”) entstanden mit der Filmmusik zum Niederbayernkrimi “Sau Nummer 4″ von Max Färberböck. Die Reaktion der Zuschauer und das Interesse an den Stücken waren enorm. So begann die engere Zusammenarbeit zweier  folklorefreier schwarzer Vögel: Gerd Baumann und Sebastian Horn. Beide entdeckten ihre tiefe Verbundenheit zur bayrischen Seele, weit weg von Trachtentum, Stiernackigkeit und dem “Dahoam is dahoam” – Gefühl. Die Kombination aus bayrischer Düsternis und musikalischer Melancholie passte. Zwanglos entstanden über die Jahre viele Lieder, die irgendwann drängten, veröffentlicht zu werden.

Dann kam wieder Max Färberböck ins Spiel. Sein Krimi “Paradies 505″ (Erstausstrahlung 19.10.13, BR) bedurfte erneut Musik und Songs. Jetzt entstanden “amoi” und “Paradies”. Wieder Sterbelieder, wieder wohlige Finsternis. Und auf einmal war den beiden klar: Jetzt ist der Termin für die Platte und für einen Namen gekommen – „Dreiviertelblut“ war geboren.

“Dreiviertelblut” verneigt sich vor dem auf der Platte vorherrschenden Dreiviertel-Takt und nimmt augenzwinkernd Bezug auf die dreiviertel bayrisch/ einviertel österreichische Herkunft Sebastian Horns. Die “Lieder vom Unterholz” entstanden in der Waldgegend um Dietramszell. Alle Stücke wurden so lange zu zweit gemeinsam im Studio eingespielt und eingesungen, bis alles stimmig war. Ohne Klick und digitale Unterstützung.

Die Texte geben die Melodie und die Struktur der Lieder vor. Sie beschreiben Tod, Traurigkeit, Leben, Freude und Geschichten aus dem Isarwinkel. “Falak” ist das einzige hochdeutsch gesungene Lied. Es besingt das Bild der “Zigeunerin vom kalten Wasser“. Dieses hängt an einer Fichte am Straßenrand Richtung Jachenau. Immer wieder wird es wie von Geisterhand restauriert, aber keiner weiß, von wem. Um die wunderschöne Frau ranken sich Gänsehautgeschichten und das Gerücht eines Goldschatzes (www.rehgrabenalm.de/rehgrabenlegende.html).

Eine weitere Isarwinkelbegebenheit ist die des “Heiglkopf”, der durch seinen Namen “Hitlerberg” auf Google-Maps Aufsehen erregte (www.braun-in-wolfratshausen.de/5.html). Bei der Recherche über das Aufstellen eines riesigen Hakenkreuzes am Gipfel des Berges sprangen Sebastian Horn Geschichten entgegen, die festgehalten werden mussten.

Die Musik der Platte stammt unverkennbar aus der Feder Gerd Baumanns, der dem Bayrischen einen zeitlosen und weltoffenen Sound gibt. Die dabei wirkenden Einflüsse erweisen sich weniger weltmusikalisch als weltbewegt.

Baumann und Horn konnten ihre Zusammenarbeit auch für die Musik und die Texte des gefeierten Nockherberg-Singspiels 2013, 14 und 15 fortsetzen.

Aufgenommen und gemischt am Weiherfeld in Dietramszell und im Millatonstudio, München

Texte: Sebastian Horn

Musik: Gerd Baumann

Gesang: Sebastian Horn, Gerd Baumann

Instrumentierung: Gitarren, Percussion, Klavier, Tenorhorn, Trompete

*** Sebastian Horn

Sänger der Bananafishbones,

Komponist und Texter zahlreicher Film-Songs (3 Räuber, Easy Day u.v.a.), Theatermusiken (Fahrenheit 451, Jenseits von Eden, Das Fräulein von Scuderi) und des Musicals Rico, Oskar und die Tieferschatten (erscheint 2014)

*** Gerd Baumann

Gitarrist, Produzent und Komponist vieler Kinofilme (Wer früher stirbt ist länger tot, Almanya, Zettl, Sommer in Orange, Räuber Kneissl, Spieltrieb, Die Brücke am Ibar u.v.m.), Fernsehfilme (Operation Zucker, Sau Nummer 4, In aller Stille, Die Hebamme, Blaubeerblau u.v.m.) und des Hochwasser-Benefiz-Songs „Weida mitanad“.

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